Ernährung
Lebensmittel, die glücklich machen

Schokolade als Stresshelfer ist gut für die Nerven und schlecht für die Hüften. Zum Glück gibt’s noch andere Lebensmittel, die glücklich machen
Lebensmittel, die glücklich machen

Essen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Man nascht ein Stück Schokolade, weil man intuitiv spürt, dass es der Seele guttut. Doch auch über diesen kurzfristigen Kick hinaus kann man mit Ernährung das seelische Wohlbefinden stärken. Wir stellen die dafür wichtigsten Stoffe vor.

SEROTONIN für Harmonie und Gelassenheit

Am bekanntesten ist Serotonin, das oft als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Dieser Botenstoff steuert neben zahlreichen Körperfunktionen auch unsere Stimmung. Ist viel Serotonin im Gehirn vorhanden, fühlen wir uns wohl. Auch wenn Serotonin zum Beispiel in Bananen steckt, kann man sich damit nicht glücklich essen. Denn es gelangt nicht durch die Blut- Hirn-Schranke. Unser Gehirn muss es selbst bilden. Dazu benötigt es Tryptophan. Dieser Eiweißbaustein kommt in großen Mengen in Fleisch und Milchprodukten vor. „Ideale Serotonin-Bildner sind jedoch Lebensmittel mit hohem Tryptophan- und niedrigem Eiweißgehalt. Datteln haben die perfekte Zusammensetzung“, sagt Dr. Andrea Flemmer, Biologin und Autorin von „Mood Food – Glücksnahrung“ (Schlütersche, 12,90 Euro).  Gute Quellen: Datteln, Feigen, Cashewkerne, Bitterschokolade.

OMEGA-3-FETTSÄUREN bringen die Seele in Balance

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass der Mangel an Omega-3- Fettsäuren eine Ursache für Depressionen sein kann. Sie sind wichtig für den Gehirnstoffwechsel. Fehlen Omega-3-Fettsäuren, kann nicht genug Tryptophan ins Gehirn geschleust werden. Und weil Tryptophan unerlässlich für die Bildung des Glücksbotenstoffs Serotonin ist, kann ein niedriger Omega-3-Blutspiegel zu einem Serotoninmangel führen.  Gute Quellen: Lachs, Makrele, Leinsamen, Fleisch und Milch von Weiderindern, Rapsöl, Walnüsse.


Schlagwörter: abnehmen, leben, ratgeber, sport
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© Birgit Hamm
Quelle: Für Sie, Ausgabe 06/2010