Seite 7 aus dem Artikel: Fit ohne Sport
Bauchweg-Gürtel im Test
NEPP ODER CLEVER? BAUCH-WEG-GÜRTEL IM TEST
Sie massieren, vibrieren und versprechen glatte Bäuche ohne jegliche Anstrengung. Stimulierende Bauchgürtel, Haft- Elektroden und Ganzkörper-Anzüge – sie scheinen die ideale Lösung für Fitness-Muffel zu sein. Angepriesen in Shopping-Kanälen, im Internet oder in Katalogen, lautet das Versprechen dieser Geräte überall gleich: Wir müssen uns nicht selber bewegen, sondern unsere Muskeln werden bewegt, und wir kommen so zum perfekten Body. Lohnt es sich, hier bis zu 400 Euro zu investieren? Halten die Geräte ihr Versprechen?
Leider nicht. „Für die Fettverbrennung brauchen wir dynamische Kontraktion und vor allem viel Sauerstoff im Organismus, damit das Fett genutzt und verbraucht wird“, erklärt Professor Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. „Das erreichen wir nicht mit solchen passiven Trainingssystemen.“ In einem Test des Sportwissenschaftlers fielen Geräte, die mit einem computergesteuerten Pump- und Saugsystem oder mit elektrischer Muskelstimulation arbeiteten, durch. Einzig das Training auf Vibrationsplattformen, wie manche Fitnessstudios es anbieten, macht nach Froböse Sinn. Vor allem allerdings bei Hochleistungssportlern, die auch das letzte Quäntchen Kraft aus ihren Muskelfasern herausholen wollen. Und in der Reha nach Muskelverletzungen. Für den Alltag sei die Plattform jedoch nur bedingt geeignet. Wissenschaftliche Messungen am Kölner Sportinstitut ergaben, dass man dabei nur ein Zehntel der Kalorienmenge verbraucht wie beim Joggen.
Der Tipp des Experten: „Der Normalbürger muss seinen Fettstoffwechsel anregen, und das regelmäßig. Zwei- bis dreimal in der Woche 30 bis 40 Minuten, zum Beispiel spazieren gehen oder walken, damit erreichen Sie viel mehr für Ihre Fitness.“ Und gleichzeitig wird auch der Bauch flacher.
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Birgit Hamm
Quelle: Für Sie, Ausgabe 11/2009






















