Seite 2 aus dem Artikel: Naturpflege für Ihr Haar
Naturshampoos schäumen kaum, reinigen sie trotzdem?
Naturshampoos schäumen kaum, reinigen sie trotzdem?
„Die Reinigungswirkung waschaktiver Stoffe hängt nicht davon ab, wie stark sie schäumen, sondern wie gut sie Fett und Schmutz lösen“, erläutert Antal Adam (Dr. Hauschka). Warum ist natürliche Haarpflege oft teurer als andere? „Bio-Waschsubstanzen kosten zehnmal mehr als chemische Stoffe“, sagt Dr. Doris Brandhuber („Less is More“). Das gilt auch für andere Bio-Zutaten: Ihre Herstellung braucht mehr Zeit, Aufwand und Zuwendung als etwa konventionell angebaute Gewächse oder synthetische Zutaten aus dem Labor.
Was können Stylingprodukte auf biologischer Basis?
„Reis bringt Volumen, Bio-Tenside formen auch Locken“, sagt Sabine Kästner von der Naturkosmetikfirma Lavera. Looks mit Gel und Wachs sind kein Problem, doch starken Glanz kann man nicht mit Bio- Stylingprodukten erzeugen. Es gibt nur Pumpsprays und keinen Schaumfestiger.
Was muss man bei Pflanzenfarben beachten?
Naturpigmente vertiefen den echten Haarton, färben eine Nuance dunkler oder rötlich – Aufhellungen und Schwarzfärbung sind nicht möglich. Kirsten Luger (Culum- Natura): „Das Farbergebnis bleibt im natürlichen Bereich als Mischung aus der Ausgangshaarfarbe und den Pflanzenpigmenten.“ Adressen von Naturfriseuren gibt es zum Beispiel unter www.culumnatura.at.
Klappt das Färben ohne Chemie auch zu Hause?
Ja, mit einem für die Naturfarbe geeigneten Produkt und wenn das Haar nicht chemisch behandelt ist. Unbedingt vorher eine Probesträhne färben! Individuelle Nuancen mischt Gerty Post, Pflanzenfarbexpertin und Friseurmeisterin: einfach Haarsträhne und Foto einsenden (Infos und Adresse: www.gertypost.com).
Decken natürliche Pigmente auch graues Haar ab?
Graue Haare werden abgedeckt, bleiben aber heller und farbintensiver. Heinz- Jürgen Weiland, wissenschaftlicher Leiter Forschung und Entwicklung Logona: „Dadurch entsteht ein Strähncheneffekt, der sehr natürlich wirkt. Meist muss man dafür aber mindestens zweimal färben.
Quelle: Für Sie, Ausgabe 01/2010




























