Seite 2 aus dem Artikel: Augen-Laser
Risiken und Nebenwirkungen
Welche Risiken und Nebenwirkungen können auftreten?
Häufigere Nebenwirkungen, die zum Teil nur vorübergehend auftreten, sind trockene, empfindliche Augen, Blend- und Lichtempfindlichkeit, verringertes Kontrast- und Nachtsehen. Extrem selten treten Wundheilungsstörungen, Hornhautausbeulungen und andere schwerere Komplikationen auf – dank moderner Laser und Diagnosemöglichkeiten. Es kann auch zu Unter-, selten zu Überkorrekturen kommen. Das lässt sich in einer Nachbehandlung beheben.
Kommt man nach dem Eingriff ganz ohne Brille aus?
Die Wahrscheinlichkeit liegt in Deutschland in guten Augenzentren bei über 95 Prozent. Das Ergebnis hängt aber auch vom Grad der Sehbeeinträchtigung ab. Je höher die Fehlsichtigkeit vorher, desto wahrscheinlicher ist es, dass man nach der OP weiterhin eine Sehhilfe braucht – doch die Brille ist sicherlich nicht mehr so dick.
Lohnt sich die OP auch bei leichterer Sehschwäche?
Ja, bis auf eine Ausnahme: Bei Kurzsichtigkeit von minus 1–2 Dioptrien kann es sinnvoller sein, nicht zu lasern. Denn zwischen 40 und 50 kommt die Alterssichtigkeit. Dann ist der im Vorteil, der seine Kurzsichtigkeit nicht korrigiert hat – er kann ohne Lesebrille lesen.
Hilft der Laser auch bei Alterssichtigkeit?
Einige Ärzte bieten das an, aber es funktioniert nicht gut. Statt nur zu lasern, implantiert man besser eine Kunstlinse – beim grauen Star ist das Routine. Wer aber intensiv mit den Augen arbeitet, sollte sich diesen Eingriff gut überlegen. Liegt kein grauer Star vor, würde ich beim heutigen Stand der Technik frühestens mit 60 die Implantation einer Kunstlinse empfehlen. Es sei denn, man ist stark weitsichtig. Dann lohnt sich die Kunstlinse durchaus schon mit 40 oder 45.
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Uta König
Quelle: Für Sie, Ausgabe 08/2010

